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Die Stiftung SCISMA wurde f├╝r Eltern in Trauer um ein Kind gegr├╝ndet. Unser Ziel ist es, Eltern welche die schreckliche Erfahrung machen m├╝ssen, ein Kind oder Jugendlichen zu verlieren, beizustehen.
Im Tessin werden j├Ąhrlich etwa 25 Familien mit der schrecklichen Realit├Ąt eines Kindsverlustes (zwischen 0 und 21 Jahren), wegen Krankheit, Unfall, pl├Âtzlichem S├Ąuglingstod oder Suizid, konfrontiert.
F├╝r diese Familien wird der Lebenskreis schlagartig unterbrochen und sie finden sich von einem Moment zum anderen vollkommen einer der grausamsten Schicksale ausgesetzt.
Hilf- und schutzlos sind sie einer Welt ausgeliefert die sich als grausam und zerst├Ârerisch erwies. In tiefer Trauer werden sie mit rechtlichen und beh├Ârdlichen Prozeduren konfrontiert, oft ohne ihre eigenen M├Âglichkeiten und Rechte zu kennen. In dieser Situation der ├╝bermannenden Trauer, m├╝ssen Eltern oft unwiderrufliche Entscheidungen treffen, die ihren gesamten Weg der Trauer und das sp├Ątere Leben beeinflussen werden.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Stiftung SCISMA sind 24h und 365 Tage im Jahr abrufbereit, um diesen Familien, ab dem ersten Moment beizustehen. Ihre Aufgabe ist es, den Eltern so schnell als m├Âglich das Gef├╝hl von Schutz und Verst├Ąndnis zu vermitteln, ihnen alle Zeit zu geben, um jede zu treffende Entscheidung abw├Ągen zu k├Ânnen, langsam das Geschehene zu verstehen und ihnen den Zugang zu ihrem Kind und die Zeit mit ihm f├╝r einen Abschied zu erm├Âglichen. Sie informieren die Eltern ├╝ber die wichtigen, rechtlichen Abl├Ąufe und erkl├Ąren ihnen was und warum, um sie herum geschieht.
Die Volont├Ąre werden in den n├Ąchsten Tagen und Monaten jederzeit f├╝r die Familien erreichbar sein, um ihnen bei allen organisatorischen und beh├Ârdlichen Aufgaben zu Seite zu stehen. Sie werden immer Zeit haben, den Eltern zuzuh├Âren, sie zu unterst├╝tzen und zu begleiten, solange und wann immer die Familien dies w├╝nschen.
Aus Erfahrung (16 Jahre) wissen wir, dass die meisten Familien von diesem Angebot etwas 2 Jahre Gebrauch machen.

Ausserdem organisiert die Stiftung SCISMA monatliche Treffen der Eltern-Selbsthilfegruppe. Diese Treffen dienen dem Austausch betroffener Eltern untereinander und deren gegenseitiger Unterst├╝tzung. Vielen Eltern geben diese Treffen wieder Hoffnung, wenn sie sehen, dass andere mit dem selben Schicksal wieder zur├╝ck ins Leben gefunden haben. Die Selbsthilfegruppe ist auch Treffpunkt f├╝r Eltern die Kinder ├╝ber 21 Jahre verloren haben.

Alle Freiwilligen der SCISMA haben selbst die tragische Erfahrung eines Kindesverlustes gemacht und k├Ânnen sich daher leicht und schnell in die Leger der neu betroffenen Eltern einf├╝hlen und kennen deren Bed├╝rfnisse.

Um eine gute Zusammenarbeit mit allen Beh├Ârden und ├Âffentlichen Stellen wie u.a. Polizei, Rettungsdienste, Leitstelle, Notaufnahmen und Staatsanwaltschaft, zu gew├Ąhrleisten, steht die Stiftung in st├Ąndigem Kontakt zu diesen und Koordiniert sich mit ihnen.

Der Tod von Kindern und Jugendlichen ist in unserm Land ein relativ seltenes Ereignis, im Vergleich zu anderen L├Ąndern, aber f├╝r die betroffenen Familien erlischt jede Zukunft, sie werden herausgerissen aus allem was ihr Leben bisher ausmachte. Sie f├╝hlen sich oft unverstanden und isolieren sich. Aus diesem Grunde m├Âchte die Stiftung SCISMA auch die Bev├Âlkerung ├╝ber die Bed├╝rfnisse, die diese Familien haben, aufkl├Ąren und sensibilisieren.

Wir k├Ânnen den Tod nicht verhindern, noch k├Ânnen wir den Eltern den Schmerz der Trauer nehmen, aber wir k├Ânnen sie vor weiteren Verletzungen und Entt├Ąuschungen sch├╝tzen!